Diskurse - Re. Visionen
Die Entwicklung des Berggebietes und der ländlichen Regionen
steht im Mittelpunkt der Fachbeiträge zu diesem Sammelband. Die
AutorInnen haben sich als Zeitreisende im ländlichen Raum bewegt, indem
sie die Vergangenheit kritisch betrachtet und in die nahe Zukunft
geblickt haben. Wie wird die Zukunft im Berggebiet und in ländlichen
Regionen in Österreich aussehen? Welche Rolle wird die Landwirtschaft
zukünftig einnehmen? Wie können mögliche Stärken einer nachhaltigen und
sektorübergreifenden ländlichen Wirtschaft weiterentwickelt werden?
Und, welche Perspektiven ergeben sich für die ländliche Bevölkerung in
Zeiten rascher Veränderungen?
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 | | FB 56 | Die Studie „Frauen und Politik am Land“ befasst sich mit der Einbindung von Frauen in die institutionellen und politischen Strukturen im Bereich der Agrarpolitik und der ländlichen Entwicklungspolitik in Österreich. Die zentrale Erkenntnis war, dass Frauen, trotz ihrer wichtigen Beiträge für das Weiterbestehen der landwirtschaftlichen Familienbetriebe und für die Funktionsfähigkeit ländlicher Regionen in den (agrar-)politischen Entscheidungsgremien bis heute drastisch unterrepräsentiert sind. Die Gründe für die weitgehende Absenz von Frauen liegen einerseits im historischen Ausschluss der Frauen aus der institutionellen Politik begründet und sind andererseits durch die Geschlechterordnung in der Landwirtschaft bedingt. Die Strukturen in Politik, Verwaltung und Interessenorganisationen im Agrarbereich sind sehr männerzentriert, was zur Folge hat, dass der Diskurs über agrarische Politik, die landwirtschaftliche Produktion und die ländliche Entwicklungspolitik durchwegs aus männlicher Sicht konstruiert und bestimmt wird. Dies ist aus demokratiepolitischer und frauenpolitischer Sicht sehr bedenklich und führt zu einer Minderung der Relevanz und Effektivität der Politik für den ländlichen Raum.
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 | | FB 54 |
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Der biologische Landbau in Österreich durchläuft derzeit eine spannende aber auch zweispältige Entwicklung im Spannungsfeld zwischen Professionalisierung und Konventionalisierung.
Diese Studie verfolgt deshalb die Intention, eine möglichst umfassende Zusammenschau der
Entwicklungen der gegenwärtigen Situation, der Probleme sowie der zukünftigen Herausforderungen des biologischen Landbaues in Österreich zu erstellen. Ausgehend von einer früheren Arbeit der BA für Bergbauernfragen stellte sich das AutorInnenteam die Aufgabe, eine
kompakte und aktuelle Übersicht über die wesentlichen Entwicklungen, Strukturen und Perspektiven des österreichischen Bio-Sektors zu erarbeiten und diese in einen internationalen Kontext einzubetten.
Im ersten Band (FB 54) werden Analysen über die Strukturentwicklung in Österreich und der EU (Betriebe, Flächen, Bio-Quoten), das Ausmaß und die Entwicklung der Förderungen, der Marktstruktur- und Marktentwicklung sowie regionale Bio-Initiativen vorgestellt.
Im zweiten Band (FB 55), einem Reader, beleuchten WissenschaftlerInnen unterschiedlicher Fachrichtungen wichtige Problembereiche, Entwicklungen und Zukunftsthemen im Bio-Sektor.
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 | | Versorgung gefährdet? | Die Infrastruktur im ländlichen Raum ist in Gefahr. In den letzten Jahren gab es in einigen Bereichen (z.B. Post, Nebenbahnen) Rückbautendenzen. Lebensbedingungen und Lebensqualität im ländlichen Raum hängen jedoch wesentlich von der lokalen und reginalen "infrastrukturellen Grundversorgung" ab. Unter dem Vorzeichen von Deregulierung und Privatisierung werden in den letzten Jahren mehr und mehr betriebswirtschaftliche Effizienzkriterien bestimmend. Ein ungünstiges Kosten-Leistungsverhältnis im ländlichen Raum erfordert daher begleitend politische Kriterien für Mindeststandards der Grundversorgung.
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 | | FB52 | Die Bundesanstalt für Bergbauernfragen hat in der Evaluierung von Politikmaßnahmen für das Berggebiet und die Berglandwirtschaft eine lange Tradition und große Erfahrung. Mit diesem Forschungsbericht werden die Ergebnisse der Zwischenevaluierung der Fördermaßnahme Ausgleichszulage im Rahmen des österreichischen Programms für die Entwicklung des ländlichen Raums (2000-2006) veröffentlicht. Es wird damit erstmalig eine umfassende Darstellung, Analyse, Bewertung und Dokumentation der seit dem Jahr 2001 neu gestalteten Ausgleichszulage in Österreich hinsichtlich der Verwirklichung der angestrebten Ziele vorgenommen. Davon ausgehend werden auch Vorschläge zur Verbesserung der Effizienz und Effektivität der Maßnahme zur Diskussion gestellt.
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