Eckpunkte der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2013 aus Sicht der Berglandwirtschaft

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Der EU-Agrarkommissar Dr. D. Ciolos lud alle interessierten EU-Bürger und Organisationen ein, sich an der Diskussion über die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP), ihre Grundsätze und Ziele ab 2014, zu beteiligen.

Diese Online-Debatte war auf folgende vier Fragen fokussiert:

  • Warum brauchen wir eine Gemeinsame europäische Agrarpolitik?
  • Was erwarten die Bürger von der Landwirtschaft?
  • Warum muss die Gemeinsame Agrarpolitik reformiert werden?
  • Welches Instrumentarium benötigen wir in Zukunft für die Umsetzung der Gemeinsamen Agrarpolitik?

Der Schwerpunkt des Beitrages der BA für Bergbauernfragen (Thomas Dax /Gerhard Hovorka ) wurde auf die Beantwortung der Fragestellungen aus der Sicht der Berglandwirtschaft und der Berggebiete gelegt.

Es wird darin für eine GAP argumentiert, die sich am Europäischen Agrarmodell orientiert und in Zukunft stärker die Nachhaltigkeitsaspekte und die neuen Herausforderungen betont. Die Gesellschaft erwartet sich die Unterstützung einer multifunktionalen Landwirtschaft in Gunst- und Ungunstlagen, die entsprechende positive gesellschaftsrelevante Gegenleistungen erbringt (public money for public goods). Die Aufrechterhaltung der Bewirtschaftung in den Berggebieten ist ohne besondere Förderungen unter den gegenwärtigen Rahmenbedingungen nicht möglich. Im derzeitigen Förderungssystem sind die Direktzahlungen sehr ungleich verteilt. Die Direktzahlungen der 1. Säule sollten in Zukunft an den standardisierten notwendigen Arbeitseinsatz geknüpft werden. Dieses Modell würde sich positiv auf kleinere Betriebe, auf vielfältig strukturierte Betriebe, auf Betriebe mit hohem Arbeitseinsatz (Milchviehbetriebe) und auf Bergbauernbetriebe auswirken.

Der Beitrag der BA für Bergbauernfragen wurde von der EU-Kommission in der Rubrik „Denkfabriken“ an prominenter Stelle online gestellt.

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