FF53: Ländliche Mobilität in Österreich

Mobilität ist ein Grundbedürfnis (wie eine Grundvoraussetzung) der meisten Menschen in der modernen Gesellschaft.
Mobil zu sein wird heutzutage in allen Lebensbereichen vorausgesetzt, spiegelt Notwendigkeiten,
Gewohnheiten und Lebensstile der Menschen wieder.


Mobilität entsteht aus dem Bedürfnis, räumlich getrennte Aktivitäten wie Wohnen, Arbeiten, zur Schule gehen,
Einkaufen und Erholung mittels eines Verkehrsmittels wahrzunehmen. Sie ist also darauf ausgerichtet räumliche
Entfernungen zu überwinden, die für eine moderne Wirtschafts- und Raumstruktur typisch sind. „Mobilität“
als gemeinsames Handlungs- bzw. Einflussfeld der Verkehrs- und Raumpolitik umfasst nicht nur die Mobilität
im Verkehrssystem, den Verkehrssektor, sondern auch das Standortverhalten bzw. die
Standortveränderungen von Einzelpersonen bzw. Haushalten und Unternehmen.
Der relativ gering besiedelte ländliche Raum ist dadurch geprägt, dass das Angebot an Arbeitsplätzen sowie die
Erreichbarkeit von Gütern und Diensten der Daseinsvorsorge schlechter sind, als im urban geprägten Raum.
Daraus resultieren größere Entfernungen (zum Arbeitsplatz, zur Erledigung von Einkäufen, Behördenwegen
etc.), die überwiegend mit dem Kfz zurückgelegt werden (müssen), bei gleichzeitig häufig schlechter Erreichbarkeit
mittels öffentlicher Verkehrsmittel.
Die geringe Bevölkerungsdichte, die fehlende „kritische Masse“, hat auch Auswirkungen auf Verkehrsinfrastruktur
und Bündelung der Nachfrage, wobei die Erreichbarkeit am schlechtesten in den peripheren, ländlichen
Regionen des Berggebietes ist.

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ff53 03.09.2015 6.37 MB